Mini Transat 2015 · Dominik Lenk

Das Rennen

Der Mini Transat

Stell dir vor: Dein Boot hat gerade mal 6,5 Meter und eigentlich viel zu viel Segelfläche. Du befindest dich im Dauerglitsch über riesige Atlantikwellen, bist alleine an Bord.

Der Mini Transat ist das weltweit größte Offshore Einhand-Segelrennen und der Test für junge Segler. Die Liste der ehemaligen Gewinner liest sich wie ein Who’s who der Segelwelt. Wer im Mini vorne mitsegelt, kann was!

Alle zwei Jahre geht es für 84 Segler über den Teich. Das Rennen führt von Frankreich in die Karibik: 4000 Seemeilen, die die Schnellsten in weniger als 20 Tagen bewältigen.

Der Kurs
Der ca. 8.400km lange Kurs führt von Douarnenez, Frankreich bis zur Karibikinsel Guadeloupe mit einem Zwischenstop auf den Kanaren.

Alle treiben ihr Boot an, als ob sie einen Zwei-Stunden-Sprint vor der Küste segeln. Man schläft maximal 20 Minuten am Stück, für durchschnittlich 4½ Stunden am Tag. Um Gewicht zu sparen werden Taue verjüngt und Zahnbürsten abgesägt.

Wetterkarten zeichnet man von Hand und navigiert wird auf auf nassen Papierkarten im Schoß. Außer GPS und einem Funkgerät gibt es keine Hilfsmittel an Bord. Jedmögliche Hilfe von aussen ist verboten.

Die Boote sind körperlich anstrengend—es ist Back-to-Basics—aber viel wichtiger ist es dem mentalen Druck standzuhalten. Mann muss die Enge, den Schlafmangel und die Einsamkeit meistern.

Qualifikation

Um am Mini Transat teilzunehmen, muss jeder Segler mindestens 1.000 Seemeilen in offiziellen Rennen der Classe Mini segeln. Je mehr Meilen und je besser die Position, desto weiter rutscht man auf der Warteliste.

Zusätzlich müssen alle Teilnehmer einen von zwei 1.000 Seemeilen langen Qualifikationskursen absegeln.

Kurz vor dem Start des 2009 Mini Transat
Kurz vor dem Start des 2009 Mini Transat.